Willkommen beim Brandloch-Projekt!









    10.BrandlochFest 2016:

    BrandlochFest 2016 am 13. Mai 2016 von 18 – ca. 22.30 Uhr im Lachdach-Pling in München
    => Download Programm


    10. BrandlochFest (Teil 2) am 27. Mai 2016 um 20 Uhr:
    Future Talk zum Thema „Heilung durch Sinn-Erkenntnis“
    im Lachdach-Pling, Steinerstr. 5-9 Rückgeb., 2. Stock, 81369 München
    mit Performances von Sylvie Bantle, Parvinah C. Berger und Cyberkinetix

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9. BrandlochFest am 10.Mai 2015



Der FESTE Termin - zur mahnenden Erinnerung an die Bücherverbrennungen von 1933 und die 'Aktion wider den undeutschen Geist' -
d
as Brandloch als Symbol für Verschwundenes auf Übrig-Gebliebenes zu untersuchen und sich für Heute zu wappnen.

Aus der Gegenwart blickt man zurück in ein düsteres Kapitel deutscher Geschichte und fragt: Wie konnte das nur geschehen? Oder winkt ab und sagt: Nicht schon wieder!

Die Spurensuche mit dem Blick aus der Gegenwart fördert Schriftsteller/Innen zu Tage, deren Namen und Werke einst verboten und verbrannt dem kollektiven Gedächtnis entglitten, obwohl sie wegen aufrechter Haltung, wachen Herzens und Widerstands große Erinnerung verdient hätten. Und es finden sich noch andere Verluste, wie verleugnete Ahnen oder durch Krieg und NS-Regime gesäte Emotionen. Bis heute treiben sie ihr Unwesen und kaum einer durchschaut ihren Ursprung.

Dieses Unbehagen wird genutzt, eine poetische Aneignung zu wagen, abgetrennte Wurzeln verknüpft zu wünschen und alten Fragen neu nachzugehen – Wurzeln, Heimat, Identität, Kultur? Das Brandloch-Projekt hat im Laufe seines 11-jährigen Suchens eine Dynamik entwickelt, das alte leidige Thema aus allen Perspektiven neu zu betrachten.



9. BrandlochFest im Haus der Kleinen Künste (Keller der Kleinen Künste), Buttermelcherstr. 18, D-80469 München
(www.hausderkleinenkuenste.de/) von 16 – 20 Uhr

Eintritt: 12,- EUR (ermäßigt 6,- EUR) / Vorbestellungen unter: mail@hausderkleinenkuenste.de




Sonntag, 10.Mai 2015, 16.00 Uhr:

Begrüßung & Eröffnung 9. BrandlochFest: Sylvie Bantle

Das Brandloch
Ein Dok-Essay-Film von Sylvie Bantle (D 2008/2009, 88 Min.)
Mit Alexander Devasia und Bernhard Horwatitsch


Aus der Gegenwart blickt man zurück in ein düsteres Kapitel deutscher Geschichte und fragt: Was hat das mit mir zu tun?

Der Film geht einer Fantasie nach: Ein Spaziergänger überquert den Königsplatz, hört plötzlich Stimmen, bleibt stehen, beginnt zu lauschen …

Vor der Kulisse Münchens – einst ‘Hauptstadt der Bewegung‘ – entspinnt sich ein poetischer Film mit ungewöhnlichen Einsichten und Elementen. Fast glaubt man zu träumen, so dicht fügen sich die Bilder ineinander, eindringliche Schwarz-Weiß-Clips einer Traumsammlung der Bevölkerung in den 30er Jahren von Charlotte Beradt zusammengetragen, der Büchersammler Georg Salzmann, der 12 000 Bücher ins neue Jahrtausend rettet, Erfahrungen der Tanztherapeutin Susanne Bender in der heutigen Zeit. Ahnenverneigung auf deutsch und immer wieder die Frage im Raum: Was ist mit den Emotionen geschehen? Wo ist ihr Versteck …

Im Anschluss: Publikumsgespräch – die Filmemacher sind anwesend.



Sonntag, 10.Mai 2015, 18.00 Uhr:

Einführung: Andreas Mascha

Schwarze Sonne

Mythologische Hintergründe des Nationalsozialismus

Ein Film von Rüdiger Sünner (D 1997, 90 Min.)


Der Film
"Schwarze Sonne" beleuchtet den Einfluß von esoterischen Weltbildern und Mythen auf die Ideologie des "Dritten Reiches". Bereits um 1900 entstanden in Deutschland und Österreich zahlreiche okkulte und neogermanische Gruppen, die aufgrund von mißverstandenen Legenden und Symbolen die Dominanz der "arischen Rasse" behaupteten. Etliche NS-Führer fanden darin zusätzliche Bestätigungen für ihr Weltbild, so etwa Rudolf Heß, Alfred Rosenberg, Hans Frank oder Heinrich Himmler. Mittels Rhetorik, Sakralarchitektur und spektakulären Masseninszenierungen wurden solche pseudoreligiösen Inhalte auch ins Unterbewußtsein der Massen versenkt. Dazu gehörten Lichterdome, Fackelmärsche, Sonnenwendfeuer und die Glorifizierung der Germanen in Kulturfilmen, Schulunterricht und Wissenschaft. Die Wewelsburg bei Paderborn wurde zur SS-Ordensburg ernannt und enthielt zwei Kulträume zur Vertiefung der eigenen "Mission". Sympathisanten rechter und okkulter Kreise pilgern bis heute dorthin und erkoren sich das Bodenornament des "Obergruppenführersaales" als "Schwarze Sonne" zum Leitsymbol: eine willkürliche Benennung, die gleichwohl Wirkung zeigt und inzwischen zahlreiche Internetseiten, Broschüren, Flaggen und CD-Cover der rechten Szene schmückt. (www.ruedigersuenner.de/schwarze%20sonne.html)


=> Brandrede von Joseph Goebbels vom 10. Mai 1933 in Berlin

=> Film „Schwarze Sonne“ von Rüdiger Sünner auf YouTube



Im Anschluss: Publikumsgespräch




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Das Brandloch-Projekt wird 10 Jahre alt: 2004 – 2014!


Im Brandloch wieder entdeckt : Vergessene Schriftstellerinnen und Schriftsteller der verbotenen Literatur – Schätze vergangener Zeiten, Schätze für Heute …

So und ähnlich lauteten die Ideen vor 10 Jahren für das Vorhaben Brandloch als Arbeitskreis der Münchner Regionalgruppe des VS – Verband deutscher Schriftsteller in Verdi. Den Anstoß gab Sylvie Bantle, nachdem sie dem Büchersammler Georg P. Salzmann im März 2004 begegnet war und ihn daraufhin in seinem Bücherhaus besucht hatte.

Das Jahr 1933 hat der deutschen Geschichte ein Brandloch hinterlassen – und genau darum geht es in diesem Projekt: Dieses Loch zu erkunden. Das Augenmerk richtete sich auf die weniger bekannten oder nahezu vergessenen Schriftstellern/Innen der verbotenen und verbrannten Literatur im Dritten Reich. Suchen, lesen, texten, mit jeder kleinen Errungenschaft wuchs die Neugier. Gefunden wurden Persönlichkeiten, die damals aus der Reihe tanzten, nämlich Kritik übten und vor dem Nationalsozialismus warnten. Ihre Stimmen waren laut, doch waren es zu wenige, die sie hörten und begriffen. Solche gibt es noch heute, ihre Stimmen sind laut, sie werden gehört – werden es genug sein, die begreifen?

Längst ist das Projekt über die Erinnerungsaktion und das rein Literarische hinausgewachsen. Die Vielfalt der Akteure, die sich jedes Jahr neu gruppieren, verrät Aktualität und Dringlichkeit. Das Projekt versteht sich als eine Art Entdeckungsreise, die sich alljährlich fortsetzt – poetisch, komplex, mit allen Freiheiten zu denken und zu fühlen. Die tiefgreifenden Elemente, Emotionen und Einsichten persönlicher Erfahrungen in Auseinandersetzungen während der Projektarbeit erzeugen den Stoff, ebenso die Motivation weiterzumachen. Die Sinne ansprechen, das Eigene in Resonanz bringen mit diesem ungeliebten Kapitel deutscher Vergangenheit, neue Perspektiven ausloten, so auch genauer die Ereignisse der Gegenwart untersuchen. Nicht nur wissen, sondern auch fühlen, was geschah und was heute geschieht, Vergangenheit und Gegenwart in Dialog bringen, persönlich angeregt von Fundstücken aus dem Brandloch eine poetische Aneignung zu wagen.

Das Brandloch ist das Symbol für die Beweggründe, Verlorenes wieder aufzuspüren. Dies können neben dem ursprünglichen Motiv ebenso andere Verluste bedeuten, wie verleugnete Ahnen, wie durch Krieg und Zensur des NS-Regimes gesäte Emotionen, die bis heute ihr Unwesen treiben. Nachgeborene nehmen ein schwer zu benennendes Unbehagen wahr, fangen an, alten Fragen neu nachzugehen. Das Thema ist noch lange brandaktuell und bleibt spannend: Vergessen, Erinnern, kollektives Trauma, Wurzeln, Heimat, nationale Identität, Freiheit der Gedanken?

Wie ist eine Gesellschaft beschaffen, die Monster hervorbringt? Welche Verantwortung trägt jeder Einzelne für eine friedliche Zukunft in einer gerechten Welt? Und: Was hat die Vergangenheit mit uns heute noch zu tun?






Programm zum 8. BrandlochFest vom 23. - 25. Mai 2014:


Impressionen vom 8. BrandlochFest






DAS BRANDLOCH-PROJEKT:


ISBN: 978-3-924404-53-6 14,80 EUR

Zu beziehen über den Buchhandel oder direkt über:
Verlag@AndreasMascha.de





Präsentation der Buch-Neuerscheinung am 8.5.2013 um 20 Uhr in der Pasinger Fabrik:

Andreas Mascha: Einführung zum Brandloch-Projekt

8. Mai 2013


Soundmovers Performance: Entartete Kunst

Dr. Tom Steininger: Deutschland: Verantwortung und Chance



7. BrandlochFest vom 8.5. - 9.6.2013 in der Pasinger Fabrik:

=> Download: Gesamtprogramm 7. BrandlochFest (3 MB)


=> Download: Rückblick 7. BrandlochFest (ca. 14 MB)